9 KCK-Gefangene zu Haftstrafen von jeweils 11 Jahren und 9 Monaten verurteilt

Das 6. Hohe Strafgericht in Amed (Diyarbakır) hat neun Angeklagte im KCK-Verfahren (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans) von Dihê (Eruh) zu einer Haftstrafe von insgesamt 105 Jahren und acht Monaten sowie einer Geldstrafe vom 74.880 Türkischen Lira (ca. 30.000 Euro) verurteilt. Das Verfahren lief seit 2010.
Das Gericht verurteilte die neun Angeklagten zu jeweils sechs Jahren und drei Monaten Haft wegen angeblicher „Begehung einer Straftat im Namen einer verbotenen Organisation, deren Mitglieder sie nicht sind“, drei Jahren wegen „Besitzes von gefährlichen Materials“, und zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft wegen „Beschädigung öffentlichen Eigentums“. Alle Angeklagten wurde zur Zahlung einer Geldstrafe von 8320 Türkischen Lira (3300 Euro) verurteilt.
Von den 23 Personen, die im KCK-Verfahren von Batman vor Gericht standen, wurden acht nach der ersten Anhörung vor dem 8. Hohen Strafgericht von Amed am Dienstag entlassen.
Unter den Angeklagten, von denen 19 in Haft blieben, sind auch Studierende und Mitglieder der Partei für Frieden und Demokratie (BDP). Da das Gericht kurdische Übersetzer bestellt hatte, konnten die Angeklagten ihre Aussagen auf Kurdisch machen.
Die nächste Verhandlung wurde für den 10. September angesetzt.

Quelle: ANF, 26.06.2013, ISKU