Nur vier Haftentlassungen im KCK-Verfahren von Istanbul

Im Istanbuler KCK-Verfahren gegen insgesamt 205 kurdische PolitikerInnen, von den sich 94 in Haft befinden, wurden in der siebten Verhandlungseinheit lediglich vier Gefangene aus der Haft entlassen.
In der letzten Sitzung der siebten Verhandlungseinheit vor dem 15. Strafgerichtshof von Istanbul hat Yunus Akbaş, Vorstandsmitglied der BDP Istanbul, seine Verteidigungsrede vor dem Gericht gehalten. Akbaş gab an, dass er sich seit zwei Jahren in Untersuchungshaft befinde. Die KCK-Verfahren seien nichts anderes als die Verurteilung der BDP und der Opposition in der Türkei. Deshalb widerspreche sich der türkische Ministerpräsident selbst, wenn er in Ägypten den Militärputsch verurteile und seine Regierung gleichzeitig im eigenen Land veranlasse, dass oppositionelle PolitikerInnen, RechtsanwältInnen, JournalistInnen usw. verhaftet werden, so Akbaş.
Nach der Verteidigungsrede von Akbaş gab das Gericht die Haftentlassung von Ahmet Ece, Ahmet Yılmaz, Kerim Taştan und Mustafa Polat bekannt. Die nächste Verhandlungseinheit wurde für den 7. bis zum 22. November festgelegt.

Quelle: ANF, 10.10.2013, ISKU