„Inhaftierte Journalisten sind Geiseln“

Am 2. Dezember wird im Gefängniskomplex von Silivri in Istanbul die achte Anhörung im Prozess gegen kurdische JournalistInnen stattfinden. Özgür Gündem, Dicle News Agency, Azadiya Welat, Demokratik Modernite und Fırat-Vertrieb veröffentlichten heute eine gemeinsame Erklärung und riefen zur Solidarität mit den angeklagten JournalistInnen sowie zur Teilnahme an der Demonstration zur Unterstützung ihrer KollegInnen am 30. November auf dem zentralen Galatasaray-Platz in Istanbul auf.
In der Erklärung heißt es, die inhaftierten JournalistInnen würden in Geiselhaft gehalten, sie stünden wegen ihrer journalistischen Arbeit vor Gericht und die Anklage gegen sie basiere nicht auf demokratischen Rechtsgrundsätzen.
„Obwohl ein paar der angeklagten JournalistInnen entlassen wurden, haben die AKP-Regierung und die ihr hörige Justiz die Freilassung Dutzender unserer KollegInnen verhindert, indem sie an ihrer „Geisel-Politik“ festhalten, heißt es in der Erklärung, in der alle JournalistInnen und demokratischen Kräfte dazu aufgerufen werden, den Prozess zu besuchen und die Angeklagten zu unterstützen (…)
46 MitarbeiterInnen kurdischer Medien, einschließlich Dicle News Agency (DİHA), Fırat News Agency (ANF), Özgür Gündem, Azadiya Welat, Demokratik Modernite und des Firat-Vertriebs, wurden am 20.Dezember 2011 im Zuge der sogenannten KCK-Operationen verhaftet. Zwanzig von ihnen befinden sich seitdem in Haft.
ANF, 29.11.2013, Demokratie hinter Gittern