370 Vereine und NGOs verboten

Das Innenministerium der Türkei gab am 11. November bekannt, dass 370 Nichtregierungsorganisationen (NGO) geschlossen werden. Im Rahmen des Artikel 11 des Ausnahmezustandsgesetzes wurden 153 Vereine, die der Fethullah Gülen Bewegung nahe stehen sollen, 190 Vereine mit der Begründung, dass sie der PKK/KCK nahestehen, 19 Vereine im Zusammenhang mit der DHKP-C und 8 Vereine, die dem IS zugerechnet werden, geschlossen.

Betroffen sind Vereine wie das Mezopotamische Kulturzentrum in Mersin (MKM), der Rojava-Hilfsverein, der Verein der Demokratischen Studierenden der Universität Çukurova in Adana oder auch die Zweigstelle des Solidaritäts- und Unterstützungsvereins für Menschen die Angehörige verloren haben (MEYADER) in Êlih (Batman).

In Istanbul wurden seit dem 11. November der Anwaltsverein Özgülükçü Hukukçular Derneği (ÖHD), Kadıköy Barış Derneği (Kadiköy Friedens Verein), TAYAD, GÖÇ-DER, İkitelli Özgürlükler Derneği, Seyri Mesel Sanat Atölyesi, TUAD, Gökkuşağı Kadın Derneği, Sarıgazi Halklar Derneği, Demokratik Halklar Derneği, Med Kültür Merkezi. In Bursa der Frauenverein Panayır Kadın Dayanıma Derneği. In Ankara ebenfalls Özgülükçü Hukukçular Derneği (ÖHD) geschlossen.

In Amed (Diyarbakır) wurde die Zentrale des Vereins der freien Frauen (KJA) geschlossen. Ebenso wurden der Meszopotamische Anwaltsverein(MHD), der Rojava-Hilfsverein, der Kurdische Schriftsteller Verein (KYD), der Verein zur Unterstützung von Flüchtlingen (GÖÇ-DER), MEYA-DER (Solidaritäts- und Unterstützungsvereins für Menschen die Angehörige verloren haben), der Hilfsverein Sarmaşık und das Dicle Firat Kultur Zentrum.

In den Städten der Türkei halten die Razzien weiter an. Weitere Büros und Räume von Vereinen und NGOs werden durchsucht und geschlossen.

ANF, 12.11.2016, ISKU

Protest vor dem Verein der Freien Frauen KJA in Amed

facebook jinhaber