Gesellschaft für bedrohte Völker startet Freilassungskampagne

Die Gesellschaft für bedrohte Völker ruft zur Beteiligung an Mahnwachen für die Freilassung der politischen Gefangenen in der Türkei auf:

Türkei: Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Seit Sommer 2015 wurden im Kurdengebiet der Türkei mehr als 500.000 Menschen Opfer von Zwangsumsiedlungen und mehr als 7.000 Mitglieder, leitende Angestellte und gewählte Vertreter der pro-kurdischen Partei HDP (Demokratische Partei der Völker) inhaftiert. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 wird die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer repressiver und autoritärer: Fast 120.000 Beamte, Staatsanwälte und Richter wurden entlassen, mehr als 100.000 Personen verhaftet und über 2.000 Bildungseinrichtungen geschlossen. Es kam zur Schließung von fast 200 Medien, darunter auch 15 kurdische. 146 Journalisten sind weiterhin in Haft.

Stellvertretend für die Tausenden in der Türkei inhaftierten Politiker, Journalisten, Bürgermeister, Regierungsgegner, Angehörigen kurdischer Volksgruppen sowie anderer Minderheiten stehen wir hier, um auf das Schicksal des HDP-Vorsitzenden Selahattin Demirtas, Gültan Kisanak, Oberbürgermeisterin von Diyarbakir, und der Journalistin Mesale Tolu aufmerksam zu machen und ihre Freiheit zu fordern. Die türkische Justiz wirft ihnen vor, „terroristische Aktivitäten“ betrieben zu haben. In Wirklichkeit setzen sie sich gewaltfrei für eine Türkei ein, in der Kurden, Assyrer/Aramäer, Armenier, Aleviten, Christen, Yeziden und Muslime frei und friedlich zusammen leben können.

Gesellschaft für bedroht Völker, Göttingen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde,

um auf die Lage der politischen Gefangenen in der Türkei aufmerksam zu machen, haben wir Material für Mahnwachen für den 10. Dezember, den Tag der Menschenrechte, unter dem Motto: „Türkei: Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ vorbereitet. Es sind drei Plakate (PDF-Datei) mit den in der Türkei inhaftierten Politikern und Journalisten Gültan Kisanak, Mesale Tolu und Selahattin Demirtas.

Ferner liegt auch ein Flyer (Anhang) bei, mit den Infos zu den drei Personen sowie zu der gesamten Lage der Menschen- und der Minderheitenrechte in der Türkei. Hinzu kommt ein Appell an die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bitte geben Sie uns Bescheid, wer von Ihnen mitmachen möchte.

Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Mahnwachen am 10 Dezember 2017 in einigen deutschen Städten organisiert werden.
Wir danken Ihnen im Voraus und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Kamal Sido, Nahostreferent

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