HDP/DBP: Festnahmewelle ebbt nicht ab

In Gebze und Erzîrom wurden mindestens 80 weitere Mitglieder der HDP und DBP festgenommen.
Die gezielten Festnahmen zwei Tage vor dem HDP-Kongress gegen Parteimitglieder halten weiterhin an. In der Stadt Gebze in der Provinz Kocaeli wurden in den Morgenstunden 20 Mitglieder der Demokratischen Partei der Völker (HDP) festgenommen. Unter ihnen befinden sich auch die Ko-Kreisvorsitzenden der HDP Damla Bağcı und Mustafa Altunbaş. Wie berichtet wird, befinden sich alle festgenommenen Personen in der Anti-Terror-Einheit der Polizeihauptdirektion von Kocaeli.

In der kurdischen Provinz Erzîrom (Erzurum) kam es am Morgen in mehreren Bezirken zu Polizeirazzien bei Mitgliedern der HDP und der Partei der Demokratischen Regionen (DBP). Dabei sollen nach jüngsten Angaben mindestens 60 Personen festgenommen worden sein.

Demnach kam es im Zentrum von Erzîrom nach Wohnungsdurchsuchungen zu Festnahmen folgender Personen: Muammer Duman (Ko-Kreisvorsitzender der HDP), Muhlis Kırmacı (Ko-Kreisvorsitzender der DBP), Sebeki Sarıdemir, Kenan Yıldırım, Nevzat Çavuş, Cemallettin Şengül.

Qeza (Karayazı):

Dinçer Polat (Ko-Kreisvorsitzender der HDP), Burhanettin Şahin (Ko-Kreisvorsitzender der DBP), Nuri Kandemir und ein männliches Parteimitglied namens Esat, dessen Nachname noch nicht ermittelt werden konnte. Die Festgenommenen wurden auf die Polizeiwache gebracht.

Qereçoban (Karaçoban):

Kazım Keleş (Ko-Kreisvorsitzender der HDP), die HDP-Mitglieder Zübeyir Uğun und Ekrem Uğraş sowie Remziye Sönmez (Ko-Kreisvorsitzende der DBP). Sie befinden sich auf der Polizeiwache Pasinler.

Xinis (Hınıs):

Meral İmre Alagöz (ehemalige Ko-Kreisvorsitzende der HDP), Ko-Kreisvorsitzende der DBP Servet İnce und Gülçin Gülçiçek, DBP-Mitglieder Mehmet Ali Çelik, Muhsin Güneş, Harun Kahveci, Ahmet Kaya, Halit Yılmaz und 22 weitere Parteimitglieder, deren Namen noch nicht ermittelt wurden.

Auch im Bezirk Tatos (Tekman) sollen mindestens 20 Personen festgenommen worden sein. Die Hausdurchsuchungen im Zentrum von Erzîrom sollen ebenfalls weiterhin anhalten.

ANF, 09.02.1018
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